als Reaktion auf die Einführung intelligenter vernetzter Maschinen, "Industrie 4.0" - behauptet der Wissenschaftsphilosoph Prof. Klaus Mainzer gegenüber tagesschau.de.

Die Entwicklung wird in erster Linie die Effektivität der Industrie stärken. Sie wird nicht Arbeitslosigkeit produzieren. Die Länder mit der größten Arbeitslosigkeit in Europa, beispielsweise Spanien oder Frankreich, sind Länder, die deutlich weniger entwickelt sind als Deutschland. Arbeitslosigkeit hat also andere Gründe. Ich teile auch nicht die Horrorvorstellung, dass wir am Ende nur noch hochqualifizierte Ingenieure mit Universitätsdiplomen brauchen und den Rest machen Maschinen. Wir werden das Know-how der Menschen weiterhin auf allen Gebieten brauchen.

Allerdings werden sich die Anforderungen ändern. Die Innovationszyklen sind schon jetzt in vielen Bereichen schneller als unsere Ausbildungszyklen. Wir müssen uns also künftig überlegen, wozu wir die Menschen eigentlich ausbilden. Wenn wir jemandem heute in der Lehre ein bestimmtes Computerprogramm beibringen, ist das schon überholt, wenn er in den Betrieb kommt. Deswegen müssen wir die Fähigkeit des Menschen ausbilden, sich in neue Arbeitsprozesse einzuarbeiten und sich auf neue Situationen einzustellen. Ich denke, es wird in Zukunft absolut zur Normalität gehören, dass ein Teil der Mitarbeiter immer in Lehrgängen und Fortbildungen sein wird, um sich auf neue Abläufe vorzubereiten.

 

Klaus Mainzer Prof. Dr. Klaus Mainzer
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